Herzlich willkommen bei der FWS

Wir blicken auf ein widersprüchliches Jahr 2025 zurück. Die Bevölkerung hat wenig Verständnis für die Ungewissheit bezüglich Fördergelder. Das Hin und Her erschwert den Weg der Energiewende hin zur CO2-Neutralität, zu welchem wir uns mit dem Klimazielen 2050 eigentlich gemeinsam bekannt haben.

Wärmepumpen sind eine tragende Säule der Dekarbonisierung des Gebäudeparks. Es ist unser Auftrag dafür zu sorgen, dass das so bleibt. Die Nachfrage ist robust und der Markt hat sich auf einem hohen Niveau stabilisiert. Doch die unklaren Perspektiven bezüglich Weiterführung und Ausgestaltung des Gebäudeprogramms in Kombination mit den geopolitischen Entwicklungen hinterlassen Spuren und wirken sich auf das Investitionsverhalten von Hauseigentümer:innen aus.

 

Dafür ist es uns in diesem Jahr gut gelungen, uns noch mehr mit anderen Verbänden, mit anderen Institutionen, aber auch mit unseren Kunden auszutauschen, uns zu vernetzen und gemeinsam Lösungen zu suchen. Zusammenarbeit ist der Schlüssel zum Erfolg. Wir können die Wärmewende nur schaffen, wenn wir uns über Branchen hinweg verbinden. Wir sollten nicht weiter Zeit verlieren, sondern mit der nötigen Konsequenz auf unsere Ziele hinarbeiten. Für‘s Klima, aber auch für mehr Sicherheit und Unabhängigkeit.

Allen Wegbegleitern, welche sich mit uns für erneuerbare Energien stark machten, möchte ich herzlich danken. Ich freue mich darauf, unsere Mission auch im kommenden Jahr gemeinsam weiterzuverfolgen.

Präsident Matthias Jauslin

Präsident Matthias Jauslin

Wärmewende ist Klimaschutz ist Schweizer Unabhängigkeit. Wir müssen die Weichen jetzt konsequent auf Wärmepumpen stellen, um das nötige Tempo zu erreichen.

Zwar hat sich der Wärmepumpenmarkt 2025 etwas erholt, die Unsicherheit über das Fortbestehen der Fördergelder spürten aber auch wir bei der FWS. Über 10‘000 Anfragen haben wir als Kompetenzzentrum im vergangenen Jahr beantwortet, dabei ging es nicht selten um die aktuelle politische Diskussion.

Besonders in solchen Situationen ist es wichtig, dass wir als Verband unsere Mitglieder und die Branche mit Aufklärungsarbeit und klarer Kommunikation unterstützen. Diesen Auftrag haben wir gewissenhaft erfüllt. Privatpersonen gelangten mit den unterschiedlichsten Anliegen und Fragen an unser Fachpersonal, welches keine Antwort schuldig blieb.

Zusammen mit weiteren Vereinigungen haben wir die Weiterbildung „Systemintegrator“ lanciert. Dies ist eine Folge des ganzheitlichen Betrachtungs-Fokus hin zu „Gesamtsystem Gebäude“, wovon die Wärmepumpe ein wichtiger Bestandteil ist. Auch Themen wie „saisonale Wärmespeicherung“ hatten und haben wir auf der Agenda, wobei wir herausfinden möchten, was unseren Mitgliedern hier wirklich hilft im Arbeitsalltag. In der Kältemittelthematik konnten wir die Branche sehr gut vertreten, indem wir gemeinsam mit weiteren Verbänden eine praxistaugliche Lösung durchsetzen konnten.

Ich spüre, dass wir alle am gleichen Strick ziehen und gemeinsam darum bemüht sind, dass die Wärmepumpe das Herzstück der Wärmewende bleibt und wieder mehr ins Zentrum der Aufmerksamkeit rückt. Dafür möchte ich mich bei allen Mitgliedern, Partnern und Beteiligten bedanken. Ich freue mich auf ein spannendes 2026.

Geschäftsführerin Alexandra Märki

Gemeinsam mit unseren Mitgliedern bilden wir die Basis für die Wärmewende. Wir sorgen mit klaren Standards, neutraler Beratung und praxisnahem Fachwissen dafür, dass der Weg dahin im Alltag einfacher und effizienter wird.



Die gleichzeitige Bearbeitung und Triage von FWS- sowie WPMS-Anliegen bestimmen das Tagesgeschäft in allen drei Geschäftsstellen. Für die Deutschschweiz bedeutet dies insgesamt über 51‘000 E-Mail-Ausgänge, wozu unter anderem Zertifikate, Anmeldebestätigungen und Rechnungen zählen.



Mit 160 Besuchern gab es am Kongress in Lausanne einen neuen Teilnehmerrekord. Auch die fünf Weiterbildungsangebote, der Auftritt an der Habitat & Jardin sowie die diversen „Soirée PAC“-Veranstaltungen für Hausbesitzende stiessen auf grosses Interesse.



Zehn durchgeführte Kurse mit insgesamt fast 150 Teilnehmenden lassen auf ein erfolgreiches Jahr zurückblicken. Das Webinar zur Vorstellung der Energiestandards wie dem WPSM wurde zusätzlich aufgezeichnet und ist auf dem YouTube-Kanal von TicinoEnergia verfügbar. Zusätzlich war man auf öffentlichen Veranstaltungen und von Gemeinden initiierten Informationsanlässen präsent.

 

10000

Anfragen an FWS per Telefon und E-Mail


838

Mitglieder, davon 42 Neumitglieder


Zahlen kurz und bündig

26

Bohrfirmen-Audits und 40 Baustellenkontrollen


600

Telefonberatungen in Zusammenhang mit der Lärmschutzverordnung


1200

Besucher bei Fachveranstaltungen (alle Sprachregionen)

18

öffentliche Auftritte und Interviews


1000

Schulungsteilnehmer, gut 100 durchgeführte Kurse


6

Treffen mit Industrievertretungen


 

Normen und Technik

Noch immer gab es im Durchschnitt pro Woche eine Telefonanfrage rund um die Kältemittelthematik. Auf schriftlichem Weg waren es noch mehr. Aufgrund der Aktualität wurde über das Jahr verteilt vier Mal der Kurs „brennbare Kältemittel bbk 1/2“ angeboten.

Ressorts

Politik / Rahmenbedingungen

Die Fachvereinigung Wärmepumpen Schweiz beteiligt sich weiterhin und vermehrt im Entscheidungsfindungsprozess bei Fragen des Bundesamtes für Energie, Bundesamt für Umwelt und bei den parlamentarischen Kommissionen für Umwelt und Energie, Wirtschaft und Finanzen.

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Aus- und Weiterbildung

Weit über 1‘000 Personen aus der Branche haben 2025 vom vielfältigen Aus- und Weiterbildungsangebot in allen drei Sprachregionen profitiert und dabei je nach Schulung Prüfungen absolviert.

 FWS Kursangebot

Qualitätssicherung: Gütesiegelkommission Wärmepumpen und Warmwasser-Wärmepumpen

Die FWS ist massgeblich an der Weiterentwicklung des EHPA Gütesiegels beteiligt und vertritt die Interessen der Schweiz in Europa.

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Qualitätssicherung: Gütesiegelkommission Erdwärmesonden – Bohrfirmen

Trotz eher rückläufigen Bohrmeter im Jahr 2025 bleibt die Zahl der aktiven Bohrfirmen recht konstant. Ende 2025 hatten 46 Bohrfirmen das Gütesiegel. Die Geräteführerkurse verzeichneten knapp 90 Schulungsteilnehmende.

Tagungen

Die Fachveranstaltungen der FWS sind etabliert und haben ihren festen Platz im Jahreskalender des Fachpublikums sowohl im Tessin, in der West- wie in der Deutschschweiz. Erfreuliche Besucherzahlen beweisen, dass sich die innovative Weiterentwicklung der Programme und Traktanden auszahlen.

Ombudsstelle

Wie die weiteren Anlaufstellen der FWS war 2025 auch Giuseppe Perrino als Ombudsmann sehr gefragt. In zahlreichen Fällen unterstützte er bei Konflikten als neutraler Vermittler. Mit dieser wertvollen Arbeit wird das Vertrauen in die Qualität und den Ausbau nachhaltiger Heizsysteme gestärkt.



Rund um die zukünftige Entwicklung der regulatorischen Bedingungen in diesem Bereich wendete das Ressort 2024 alleine 100 Arbeitsstunden für Abgleiche mit BAFU und Partnerverbänden auf. Es erstellte in Zusammenarbeit mit Partnerverbänden diverse Merkblätter und beantwortete bei der ChemRRV um die 50 Anfragen zum Einsatz von Wärmepumpen mit natürlichen Kältemitteln.

«Die Koordination der neuen Gesetzgebungen in Bezug auf Kältemittel ist sowohl auf internationaler wie nationaler Ebene für alle Parteien eine Herausforderung.»

Lukas Gasser
Ressortleiter Normen und Technik



Zentral ist auch die gute Zusammenarbeit mit der Energiedirektorenkonferenz EnDK.

«Als Technologieverband bringen wir uns seit über 20 Jahren verlässlich, kompetent und direkt in politische Diskussionen ein. Diese Rolle wird umso wichtiger, da die Schweiz in der Erreichung der Energieziele 2050 hinterherhinkt.»

Stephan Peterhans
Ressortleiter Politik / Rahmenbedingungen



Kenntnisse über das Umfeld in Europa fliessen umgekehrt bei uns in Beratungen für Installateure, Lieferanten und Behörden mit ein und sind von grossem Nutzen.

«Der enge gegenseitige Austausch ermöglicht es, gemeinsame Standards voranzutreiben und so die Wärmepumpe als Schlüsseltechnologie der Energiewende weiter zu stärken.»

Andreas Genkinger
Ressortleiter und Vorsitzender Gütesiegelkommission